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Auf dem Weg zur „Fairen Kita“

Caritas-Kindertagesstätte setzt sich für Nachhaltigkeit ein
Auf dem Weg zur „Fairen Kita“
Auf dem Weg zur „Fairen Kita“
Das Hochbeet der Caritaskita in Hofheim. © CV MTK

Neben dem Sandkasten steht das Hochbeet und das Pausenbrot  ist im Bienenwachstuch eingewickelt: Die Caritaskindertagesstätte für behinderte und nicht behinderte Kinder in Hofheim ist eine Einrichtung, die sich seit über 20 Jahren für nachhaltige Themen einsetzt. Zum Beispiel werden den Kindern jährlich in sogenannten Waldwochen die Schönheit und der Wert der Natur nähergebracht. Nun macht die Caritaskita bei dem Projekt „FaireKiTA“ mit. Dies ist ein Angebot des Netzwerks „Faire Metropole Ruhr“. Bundesweit können sich Kindertagesstätten für ihr Engagement in der Umsetzung von Themen des globalen Lernens und dem fairen Handel auszeichnen lassen.

Gemeinsam haben sich die Kinder und pädagogischen Fachkräfte mit Themen wie Vermeidung von Plastikmüll, sorgsamer Umgang mit Wasser oder faire Produktionsbedingungen von Lebensmitteln auseinandergesetzt. Neben der Theorie haben die Kinder einen Weltladen besucht, selbst Papier geschöpft und Bienenwachstücher, Seifen und Duschgels aus Naturmaterialien hergestellt. Auf ihrem Weg zu fairen Kita stellt die Caritaskita das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in den Vordergrund. Eine Arbeitsgemeinschaft aus interessierten Eltern entwickelte erste Ideen, die bereits umgesetzt wurden: ein Tauschregal, ein Obst- und Gemüse-Erntekalender und ein Hochbeet.

„Wir wollen aktiv dazu beitragen, dass die Kinder bereits jetzt ein bewussteres Konsumverhalten mit fairen und regionalen Produkten erhalten.“

Cornelia Lorenzen-Faust, Einrichtungsleitung

Der Fair-Trade-Gedanke und Nachhaltigkeit seien ihnen wichtig, sagt die Einrichtungsleitung Cornelia Lorenzen-Faust. "Bereits jetzt sehen wir, wie über das große Interesse der Kinder für Fairness und Umweltschutz auch die Eltern in einen regen Austausch gelangen. Sie setzen sich damit auseinander, welche Welt sie für ihre Kinder haben möchten und was im Kleinen auch in den Familien umgesetzt werden kann“, berichtet Lorenzen-Faust. Als Einrichtung eines katholischen Trägers wird dieser Prozess immer wieder von religionspädagogischen Einheiten zu biblischen Figuren, die sich für den Erhalt der Schöpfung eingesetzt haben, begleitet.