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Die Boote fahren nicht mehr aus

Die Boote fahren nicht mehr aus
Die Boote fahren nicht mehr aus
© Christine Koch Malyssek

Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms „Kunst und Kultur am Autoberg“ präsentiert die Wiesbadener Fotografin Christine Koch-Malyssek unter dem Titel „Die Boote fahren nicht mehr aus …“ eine Auswahl von Bildern, die auf einem Schiffsfriedhof in der Bretagne entstanden sind. Der Titel der Ausstellung ist dem Buch des irischen Seefahrers Tomás O’Crohan entliehen, der in seinem Bericht sein Leben als Fischer und Bauer  beschreibt: Tollkühne Meeresfahrten und Jagden, Feste mit Spiel und Trunk, Jubel und Trauer, Hunger, wenn der Fischfang misslingt und vom Saus und Braus, wenn der Wind das willkommene Strandgut eines verlorenen Schiffes an Land spült. Kongenial übersetzt von Annemarie und Heinrich Böll.

Vom 30. November an sind die Fotos in der Wohnungsloseneinrichtung der Caritas in der Frankfurter Straße 43 in Hattersheim zu sehen. Die Schau geht bis zum 10. Januar. 

„Seit vielen Jahren bin ich auf der Suche nach morbiden Motiven, die mich besonders faszinieren“, erläutert die gelernte Diplom-Designerin d und Diplom-Sozialpädagogin. Auf einem bretonischen Schiffsfriedhof wurde  sie fündig. Viele Stunden verbrachte sie in dieser speziellen Atmosphäre und ließ die abgewrackten Kähne auf sich einwirken, um sie dann fotografisch festzuhalten. Die Schiffe haben sich als stumme  Zeugen einer vergangenen Zeit mit vielleicht abenteuerlichen oder auch tragischen Geschichte im Laufe vieler Jahre selbst zerlegt. Einer Legende zufolge haben diese ausgedienten Kähne eine Seele und werden nie von Menschenhand „demontiert“.

Die Vernissage und das Gespräch mit der Künstlerin (bei Kaffee, Kuchen, Sekt und Selters) findet am Freitag, 30. November, um 14 Uhr im Haus Sankt Martin statt. Gitarre und Gesang: Chris Savage aus Hattersheim. Der Eintritt ist frei, die Veranstalter freuen sich aber über eine Spende für die Wohnungslosenhilfe der Caritas.