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Die Würde des Lutz G.

Fotoausstellung im Rahmen der Ausstellungsreihe "Kunst und Kultur am Autoberg"
Die Würde des Lutz G.
Die Würde des Lutz G.
© Fabian Heublein

Im Rahmen des  Veranstaltungsprogramms „Kunst  und Kultur am Autoberg“ wird am Freitag, 8. März, um 14 Uhr, im Haus Sankt Martin am Autoberg (Frankfurter Straße 43) die Fotoausstellung  "ZUHAUSE – Lutz G., 52 Jahre" mit Arbeiten des Leipziger Fotografen Fabian Heublein eröffnet. Über ein halbes Jahr begleitete der Fotograf Fabian Heublein den obdachlosen Alkoholiker Lutz G. durch seinen Alltag. Entstanden ist dabei nicht eine der gewöhnlichen Sozialdokumentationen. Fabian Heublein geht es vielmehr darum, mit seinen Bildern zu zeigen, wie ein schwer kranker Mensch trotz aller Widernisse des Lebens seine Würde und Individualität behauptet.

Die Serie dokumentiert dabei die täglichen Orte unbedrängten und akzeptierten Daseins von Lutz G. In eindrücklichen Aufnahmen sind die alltäglichen Routinen und Aktivitäten festgehalten. Sichtbar wird, was für den Porträtierten Heimat und Heimischsein bedeuten könnte - ein Geflecht von Örtlichkeiten und damit verbundenen Aktivitäten. Dieser heimische Raum ist schmal bemessen, er greift nicht weit aus, aber er kann ihn halten. Das vermögen die Bilder von Fabian Heublein zu zeigen: Momente der Geborgenheit erfahren Menschen dort, wo sie sein können, wie sind sind. Dies gilt für alle Menschen, auch für jene, die wie Lutz G. am Rande der Gesellschaft leben und häufig ignoriert und vergessen werden.

Fabian Heublein, Jahrgang 1986, studierte künstlerische Fotografie bei Sven Johne, Heidi Specker und Tina Bara an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. In seinen fotografischen Arbeiten beschäftigt er sich unter anderem mit sozialen Situationen und deren Einfluss auf die Lebensgestaltung und den Habitus der Menschen. In den letzten Jahren sind Fotoserien zu Bewohnern ostdeutscher Neubaugebiete, zu Jugendlichen in sächsischen Kleinstädten, zu Start-up-Unternehmen sowie umfassende Porträtprojekte zu Menschen in kritischen Lebenssituationen entstanden. Seine Arbeiten wurden bisher in Galerien und Ausstellungen in Berlin, Karlsruhe und Leipzig gezeigt.

Die Ausstellung ist vom 9. März bis einschließlich 3. Mai  zu sehen.  Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9-15 Uhr, Dienstag: 9-12 Uhr. 

Das Haus Sankt Martin ist eine Einrichtung der Wohnungslosenhilfe in Trägerschaft des Caritasverbandes für den Bezirk Main-Taunus, 

© Fabian Heublein