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Drei Könige als Schutzpatrone
Drei Könige als Schutzpatrone

Drei Könige als Schutzpatrone

HOFHEIM. ?  Das Zusammenwachsen miteinander feiern, die große Chance nutzen, die im Miteinander liegt und sich wieder neu auf den Weg machen: Diese Maxime hat Pfarrer Helmut Gros dem festlichen Gründungsgottesdienst der Pfarrei St. Peter und Paul Hofheim/Kriftel am Samstag, 6. Januar, in der Pfarrkirche St. Peter und Paul vorangestellt. Nicht zuletzt die große Zahl der Besucher spreche dafür, mit wie viel Herzblut, Wertschätzung und Liebe die Fusion verbunden sei, sagte Generalvikar Wolfgang Rösch in seinen Begrüßungsworten, in denen er sich für den herzlichen Empfang bedankte und ein persönliches Bekenntnis hinzufügte: In St. Peter und Paul Gottesdienst feiern zu dürfen, sei immer ein Fest.

Glaubende sind Suchende

In seiner Predigt griff der Generalvikar das Bild des Weges auf und schlug die heiligen drei Könige als gute Schutzpatrone für dieses Unterwegssein vor. Aus dem Osten kommend seien sie auf der  Suche gewesen in dem Wissen, nicht alles zu haben. „Als Glaubende bleiben wir immer Suchende“, so Rösch: Nur wer unterwegs sei, könne Neues entdecken. Die drei Sterndeuter hätten zudem ein gutes Gespür für die Gefahr gehabt, die von Herodes ausgegangen sei. Religion sei das Wertvollste überhaupt, könne aber auch gefährlich werden, wenn  sie für persönliche Zwecke eingesetzt werde und zu Enge und Unfreiheit führe. „Menschen haben ein Gespür dafür, ob diejenigen, die für Religion und Glauben stehen, nur für sich selbst stehen“, mahnte er.

Dass Freude wachsen kann

Nicht zuletzt ist es die große Freude, von der die Könige erfüllt waren, die sie in seinen Augen als Patrone empfehlenswert macht: Keiner der pastoralen Mitarbeiter oder Priester stünde jetzt hier, sagte der Generalvikar mit einem Blick rundum, wenn er in seinem Glaubensleben nicht die Erfahrung echter Freude gemacht hätte. Viel sei allerorten von Müdigkeit und Schwierigkeiten zu spüren. Wenn aber wie hier in Hofheim eine Tür aufgestoßen und der nächste Schritt gewagt werde, geschehe das durch Menschen, die diese Freude erfahren hätten. Eine Kirche, die das nicht mehr vermittle, „wird ihre Attraktivität verlieren“. Eindringlich forderte er die Gläubigen dazu auf, Suchende zu bleiben, sich ein Gespür dafür zu erhalten, „wenn es falsch und vereinnahmend wird“, und daran mitzuwirken, dass Freude wachsen und Echtes entstehen könne.

Messdiener sind Vorbild für alle

Nach Verlesen der Gründungsurkunde der neuen Pfarrei und der Überreichung der Ernennungsurkunde an Helmut Gros wanderte symbolisch das neue Taufbuch durch die Hände der Mitglieder des Pfarrgemeinderates. Danach wandte sich der neue - und alte -  Pfarrer mit einem herzlichen Dank an die Gemeinde, insbesondere an diejenigen, die in den letzten Monaten intensiv und mit so viel Engagement an der Gründungsvereinbarung mitgewirkt hätten sowie dem Chor für die musikalische Gestaltung. Die große Schar der Messdiener nannte er „ein glänzendes Beispiel für das Zusammensein und ein großes Vorbild für uns alle“, den Pfarrsekretärinnen rief er ein „Verlieren Sie die Freude und Tatkraft nicht!“ zu. Namentlich dankte er Bezirksreferent Dr. Matthias Braunwarth für die zielführende und ermutigende Begleitung.

Mit St. Peter und Paul im Supermarkt

„Dass wir jetzt alle eine Pfarrei sind“: Zumindest den Besuchern des Gründungsgottesdienstes wird es nicht schwer fallen, sich mitten im Alltag daran zu erinnern. Dafür werden die pfiffigen Einkaufswagenships sorgen, die, mit dem Logo von St. Peter und Paul bedruckt, zum Abschluss verteilt wurden. (rei)

Zu der neuen Pfarrei gehören die Kirchorte St. Peter und Paul (Hofheim), St. Vitus (Kriftel) und St. Georg und Bonifatius (Hofheim-Marxheim). Später sollen die Pfarreien Hofheim-Kriftel und Eppstein eine Pfarrei neuen Typs bilden.