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Ein Raum für die Trauer

Im Antoniushaus gibt es jetzt in der Kapelle einen „Ort des Gedenkens“
Ein Raum für die Trauer
Ein Raum für die Trauer
Schülerinnen und Schüler der Edith-Stein-Schule, haben bei der Einweihung Texte zum Thema Tod vorgelesen. © Antoniushaus
© Antoniushaus

„Wir wünschen uns einen Ort, der an verstorbene Bewohner, Mitarbeiter und Schüler erinnert.“ Dieser schon seit längerem im Antoniushaus geäußerte Wunsch ist jetzt Realität. Zwar pflegt jede Gruppe, jeder Bereich eine individuelle Trauerarbeit, doch bislang fehlte ein gemeinsamer Ort, der an die Verstorbenen  erinnert. Der „Ort des Gedenkens“, der inzwischen eingeweiht wurde, ist das Ergebnis einer Projektarbeit, in der sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Antoniushauses verschiedene Vorschläge zu dessen Gestaltung erarbeitet hatten.

„Der Verlust eines Menschen brauch Riten und Orte, an denen die Trauer Raum bekommt und gelebt werden kann“, erläuterte Dr. Caspar Söling, Sprecher der Geschäftsführung des Antoniushauses, den Auftrag an die Projektgruppe unter der Leitung der Seelsorgerin Monika Dittmann. „Im Antoniushaus leben, arbeiten und feiern wir gemeinsam. Und manchmal trauern wir zusammen. Hierfür haben wir nun einen Ort gefunden und gestaltet, den wir mit dieser besonderen Feier gemeinsam einweihen wollen.“

Die Umsetzung des „Ortes des Gedenkens“ erfolgte in einem Teilbereich der Kapelle des Antoniushauses: Andreas Spiegelhalter, Künstler und Kunstlehrer an der Peter-Josef-Briefs-Schule, entwarf ein Glasfenster, das im Glasstudio Derix in Taunusstein umgesetzt und in die Außenwand der Kapelle eingebaut wurde. Das raumhohe Fenster wurde mit der Unterstützung der Josefs-Gesellschaft finanziert. Zu dem Bereich gehört auch ein handgebundenes Gedenkbuch, gefertigt von Schwester Placida aus der Abtei St. Hildegard im Rheingau. Dieses Buch hat neben dem neuen Fenster in der Kapelle seinen Platz gefunden. Darin verzeichnet sind die Menschen, die in den vergangenen Jahren im Antoniushaus verstorben sind.