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Ein Spalier für die Monstranz

Der Verlobte Tag in Flörsheim wird draußen und ohne Prozession der Gemeinde begangen
Ein Spalier für die Monstranz
Ein Spalier für die Monstranz
Eine große gemeinsame Prozession wie im Vorjahr wird es diesmal nicht geben. © Jochen Reichwein

Gebt Zeugnis von der Hoffnung: Das biblische Leitwort, unter das der diesjährige Verlobte Tag in Flörsheim gestellt ist, passt zur aktuellen Krise ebenso wie zu seinem Ursprung zur Pestzeit. Dass das 1666 abgegebene Versprechen gehalten und der „Tag in seiner Bedeutung gerade für unsere derzeitige Situation begangen werden kann“,  sei allen Verantwortlichen ein großes Anliegen, betont Pfarrer Friedhelm Meudt. Der Verlobte Tag 2020 wird allerdings gänzlich anders aussehen als gewohnt: So wird der zentrale Gottesdienst um 9 Uhr bei jeder Witterung draußen auf dem Gallusplatz gefeiert. Im Anschluss wird die Monstranz nur von den liturgischen Diensten getragen, die Gläubigen sollen am Wegesrand ein Spalier für das Allerheiligste bilden.

An vier Orten wird es Altäre, ein Segensgebet und den eucharistischen Segen geben, aber ohne längere Aufenthalte und mit einem deutlich verkürzten Weg. Es wird daher auch möglich sein, auf dem Gallusplatz auf die Rückkehr zu warten. Alle Anwohner am Prozessionsweg und in Flörsheim sind allerdings wie immer gebeten, durch Fahnen und anderen Schmuck den besonderen Charakter dieses Tages hervor zu heben. 

Die umrahmenden Gottesdienste um 6 Uhr in St. Gallus, um 7 Uhr in St. Josef und die Vesper um 18 Uhr in der Galluskirche werden nach den derzeit gültigen Regeln gefeiert. Der am 27. August um 19 Uhr an der Kriegergedächtniskapelle geplante Gottesdienst wird in die Kirche St. Josef verlegt, um mehr Menschen die Teilnahme zu ermöglichen. Das traditionelle Gedächtniskonzert fällt in diesem Jahr aus, der Lebenslauf wird nicht als Großveranstaltung stattfinden, sondern kann indviduell gestaltet sein.