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Misereor-Gast aus El Salvador

Karla Marcela Vides Medrano berichtet aus erster Hand von der Situation in ihrer Heimat
Misereor-Gast aus El Salvador
Misereor-Gast aus El Salvador
© Schwarzbach/Misereor

Karla Marcela Vides Medrano, eine junge Frau aus San Salvador, ist vom 20. bis zum 24. März im Rahmen der Misereor-Fastenaktion zu Gast im Bistum Limburg. Sie wird am Solidaritätsgang am 23. März in den Bezirken Main-Taunus und Hochtaunus teilnehmen. Am 24. März wird sie in Frankfurt um 9.15 Uhr in Maria Rosenkranz (Wilhelmshöher Straße 67) und um 12.30 Uhr im Gottesdienst der spanisch-sprachigen Gemeinde (Thüringer Str. 35) von der Situation in El Salvador berichten. Außerdem wird sie Schulen im Bistum besuchen. Marcela Vides hat an dem Caritas-Projekt „Mein Lebensplan“ teilgenommen und ist nun neben ihrem Studium als Freiwillige im Projekt tätig. „Wir sind alle gleich viel wert“, ist eine ihrer wichtigsten Lektionen, die sie aus „Mein Lebensplan“ mitgenommen hat.

Wir sind alle gleich viel wert

Karla Marcela Vides Medrano wurde 1996 in San Salvador, El Salvador geboren. Sie hat sich in der Jugendpastoral engagiert und dazu auch eine Fortbildung absolviert. Ihr Abitur machte sie an einer beruflichen Handelsfachschule mit Schwerpunkt Buchführung. 2017 hat sie an der National-Universität von El Salvador ihr Studium der Sozialarbeit begonnen. Mittlerweile wird sie sogar mit einem kürzlich vom Staat eingeführten Stipendium unterstützt. Seit September 2018 lernt Marcela Vides zusätzlich die salvadorianische Gebärdensprache.    

Sie lebt mit ihrer Schwester Blanca und ihrer Mutter in einem kleinen Häuschen in einem Arbeiterviertel in einer Vorstadt von San Salvador. Ihr Vater, der in die USA ging, unterstützt die Familie nicht mehr finanziell, nachdem Marcelas Mutter anfing, Jura zu studieren und ihre älteste Tochter zum Abitur angehalten hatte. Durch die Teilnahme an dem Kurs „Mein Lebensplan“ der Caritas San Salvadorfand sie die nötige Unterstützung und den Mut, sich eine Zukunftsperspektive aufzubauen. Sie finanziert ihr Studium mit einem mobilen Nagelstudio, das sie sich von dem Startkapital für Kleinunternehmer des Projekts kaufte und mit dem sie in ihrer Nachbarschaft unterwegs ist.

Begegnung mit Gästen aus San Salvador

Die Misereor-Projektpartner berichten aus ihrer Heimat, von den Problemen ihrer Mitmenschen und ihrer täglichen Arbeit. Sie tauschen sich aber auch aus mit den Menschen, die sie während ihres Aufenthalts in Deutschland treffen. So tun sich im Gespräch und in der Begegnung mit den Gästen neue Horizonte auf und gegenseitiges Verständnis wächst. Die Misereor-Fastenaktion vom 6. März bis 22. April widmet sich unter dem Motto „Mach was draus: Sei Zukunft!“ Jugendlichen aus Salvador. Ausgehend von ihren eigenen Potenzialen gestalten die Jugendlichen ihr Leben und soziales Umfeld so, dass sich ihre Lebenssituation in ihrer lateinamerikanischen Heimat verbessert.