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Mit Staub an den Füßen die Welt verbessern

Mit Staub an den  Füßen die Welt verbessern
Mit Staub an den  Füßen die Welt verbessern

KÖNIGSTEIN. ? Fast 35.000 Euro haben die Teilnehmer des Misereor-Solidaritätsgangs erlaufen, zu dem die beiden katholischen Bezirke Hochtaunus und Main-Taunus am Samstag, 25. März, zum elften Mal eingeladen hatten. Über 400 Christen machten sich bei bestem Wanderwetter ? einige davon schon am frühen Morgen - auf den Weg nach Königstein und ließen sich dabei ihren Weg von Freunden, Verwandten und Bekannten sponsern. Sie nahmen damit das an diesem Tag oft zitierte Sprichwort wörtlich, das Misereor-Gast Djibrillou Koura aus seiner Heimat Burkina Faso, dem Beispielland der diesjährigen Fastenaktion, mitgebracht hatte: „Lieber Staub an den Füßen als Staub am Hintern“. Koura ist Geschäftsführer von  Diobass, einer der beiden Organisationen, denen der Erlös der als Sponsorenlauf organisierten Sternwanderung zugutekommt.

Dank für die Solidarität

Im Abschlussgottesdienst in der St. Angela-Schule findet Koura, der selbst mit einer Gruppe von Hofheim aus mitgegangen ist, dafür bewegte Worte: „Herzlichen Dank für die Solidarität“, sagt er. Er hoffe, dass die damit geförderte Arbeit seiner Organisation dazu führe, „dass sich die Lebensbedingungen in meinem Land verbessern und alle von ihrer Arbeit in Würde leben können“. Diobass ist eine nichtstaatliche Organisation, die die Bauern unterstützt, für die Gesundheit der Nutztiere, die Bewässerung der Böden, für Düngung und Lagerhaltung eigene Ideen zu entwickeln und anzuwenden. Der Solidaritätsgang müsse eine Zukunft haben, so Koura, und weiterhin einen Beitrag dazu leisten, dass die Welt gerechter, solidarischer und humaner werde.

Mehr Nachhaltigkeit leben

Diesem  Wunsch verleiht Jaqueline Schlesinger von der Abteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat besonderen Nachdruck: „Alle Kinder mal aufstehen!“ fordert sie die zahlreichen jüngeren  Teilnehmern auf und weist sie auf einige „Grau- und Weißhaarige“ in der  Gottesdienstgemeinde hin. Damit der Soli-Gang auch in den nächsten 22 Jahren so erfolgreich weiter bestehe, „brauchen wir Euch“, verpflichtet sie die jungen Leute, unter denen viele Schüler aus der St. Angela-Schule und der Bischof-Neumann-Schule in Königstein sind.  „Mehr Nachhaltigkeit leben“ wünscht sich schließlich Matthias Braunwarth, der in diesem Jahr als neuer Bezirksreferent im Main-Taunus die altbewährte Veranstaltung erstmals mitverantwortet. Auf den nächsten Solidaritätsgang will er damit gar nicht warten, sondern er lädt alle Interessierten dazu ein, schon vorher „in action zu kommen“ und kreativ über neue „Ausprobiermöglichkeiten“ nachzudenken.

Kilometer für den guten Zweck

Wer kilometerweit für einen guten Zweck gelaufen ist, verdient freundliche Aufnahme: Dafür sorgt am Zielort Bezirksdekan Paul Lawatsch, der alle Teilnehmer am Tor zur Schule mit einem „Herzlich willkommen“ persönlich begrüßt. Für ihren Einsatz herzlich bedankt werden sie am  Schluss von seinem Kollegen aus dem Main-Taunus,  Bezirksdekan Klaus Waldeck, der Djibrillou Koura in seinen Dank ausdrücklich miteinbezieht: Er habe etwas aus Burkina Faso vor Ort lebendig werden lassen. (rei)

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