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Neue Wohnform mit neuem Konzept

Offizieller Baubeginn für dezentrales Wohnhaus für Erwachsene des Antoniushauses
Neue Wohnform mit neuem Konzept
Neue Wohnform mit neuem Konzept
© Antoniushaus

Das Antoniushaus kann ab Herbst 2021 ein zweites dezentrales Wohnangebot machen: Im Neubaugebiet Schänzchen III wird ein Wohnhaus für 24 Erwachsene mit körperlicher Beeinträchtigung gebaut. Jetzt wurde im Rahmen eines Spatenstiches mit geladenen Gästen der offizielle Startschuss für die Baumaßnahme gegeben. Bereits im Sommer dieses Jahres war ein Erwachsenenwohnhaus in Hofheim eröffnet worden. Die Finanzierung des neuen Wohnangebotes wurde mit dem Landeswohlfahrtsverband und dem Main-Taunus-Kreis verhandelt und ist gesichert.

Gemeinschaftlich und selbstständig leben

„Wir planen eine besondere Wohnform mit einem neuen Wohnkonzept“, erläuterte Dr. Caspar Söling, Sprecher der Geschäftsführung des Antoniushauses, das Projekt. „Das Wohnangebot ermöglicht in einer Einheit sowohl gemeinschaftliches als auch selbstständiges Leben.“ Auf zwei Etagen werden künftig je zwölf Erwachsene wohnen. Sechs Zimmer sind an die Gemeinschaftsräume angeschlossen, sechs weitere sind baulich separat angelegt und verfügen über einen eigenen Zugang. „Somit können wir unterschiedliche Wohnangebote für verschiedene Zielgruppen machen: für Menschen, die relativ selbstständig leben können und solche, die eine höhere Assistenz benötigen“, so Dr. Söling.

Gutes Beispiel für Inklusion

„Mit dem neuen Gebäude entsteht ein gutes Beispiel für Inklusion. Die Lage und die individuellen Wohnformen eröffnen den Bewohnern neue Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben“, sagt LWV-Regionalmanager Hubert Hofmann. Hochheims Bürgermeister Dirk Westedt zeigte sich ebenfalls begeistert, dass solch ein Projekt in Hochheim am Main umgesetzt wird. „Wir freuen uns, dass weitere adäquate Wohnungen für Erwachsene mit Behinderung hier im Neubaugebiet Schänzchen III entstehen und ein verbessertes Leben durch die besondere Architektur möglich ist“, so Dirk Westedt.

„Die 24 Plätze in der besonderen Wohnform im Schänzchen sind keine zusätzlichen Plätze, sondern Ersatzplätze für einen Teil der bestehenden Wohnräume auf dem Gelände des Antoniushauses. Die dortigen Bewohner können nun ihr Interesse bekunden, wenn sie in das neue Wohnhaus ziehen möchten“, erläuterte Dr. Söling. „Wir werden diesen Prozess eng begleiten und gestalten“, ergänzte Lars Schubert, seit September 2019 Leiter des Erwachsenenwohnbereiches im Antoniushaus. „Die künftigen Bewohner werden selbstverständlich auf diesem Weg begleitet.“ Wichtig sei darüber hinaus, ein gutes Verhältnis zu den künftigen Nachbarn aufzubauen, wie jeder Mensch, der in ein neues Umfeld zieht. „Sie können uns fragen, wenn sie Mehl oder Eier benötigen – aber auch wenn sie nicht ganz sicher sind, wie sie mit den Menschen mit Beeinträchtigung in Kontakt treten können. Wir helfen gerne“, bot Lars Schubert an.

Wenn die Bauarbeiten wie geplant voranschreiten, findet der Bezug im Herbst 2021 statt