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Rassismus als Herausforderung ernst nehmen

Workshop lädt zur kritischen Auseinandersetzung mit Wahrnehmungsroutinen ein
Rassismus als Herausforderung ernst nehmen
Rassismus als Herausforderung ernst nehmen

Rassismus als Herausforderung für eine demokratisch verfasste, plurale Gesellschaft ernst nehmen: Das ist Thema eines Workshops, zu dem am 14. November von 10 bis 16 Uhr nach Kriftel eingeladen wird. Auf Grundlage von Demokratie und Menschenrechten befassen sich die Teilnehmer kritisch mit problematischen Wahrnehmungs- und Handlungsroutinen im Umgang mit rassistischer Gewalt, um sich für die Auseinandersetzung mit Rassismus zu stärken und solidarische Handlungsoptionen entwickeln zu können.

Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist die Geschichte einer pluralen Gesellschaft. Als solche wird sie jedoch häufig nicht selbstverständlich erzählt. Unhinterfragte Vorstellungen gesellschaftlicher Homogenität sind vielerorts weiterhin wirkmächtig. Rassismus und rechte Gewalt sind fester Bestandteile der Geschichte und Gegenwart, eine Auseinandersetzung damit wird jedoch häufig durch Bagatellisieren und Negieren abgewehrt. Gleichzeitig bestehen vielfältige Kämpfe um Wahrnehmung, Aufklärung und Anerkennung rassistischer Gewalt und Praxen des Erinnerns. Hierbei sind die Perspektiven Betroffener von zentraler Bedeutung.

Wer erinnert wie an was? Welche Ereignisse sind und bleiben präsent? Und welche geraten schnell in Vergessenheit? Wessen Spuren werden verwischt oder unsichtbar gemacht? Welche Deutungen, wessen Perspektiven gewinnen Aufmerksamkeit? Wessen Expertise wird anerkannt? - Mithilfe dieser Fragen kann ein Rahmen für die Auseinandersetzung mit einer (multiperspektivischen) Erinnerungskultur in der pluralen Gesellschaft aufgespannt werden.

Donnerstag, 14.11.2019, 10:00 – 16:00 Uhr

Familienoase im Gemeindehaus St. Vitus, Kapellenstr. 1. 65830 Kriftel

Referenten: Manuel Glittenberg und Christa Kaletsch

Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik in Kooperation mit der KEB Main-Taunus und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Main-Taunus

kostenfrei

Anmeldung: KEB Main-Taunus, 069 8008718-470, keb.maintaunus@bistumbistumlimburglimburg.de