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Schlafen unter Sternen

Die Aktion Himmelbett hat das Motto: Jeder Mensch braucht ein Zuhause
Schlafen unter Sternen
Schlafen unter Sternen
© pixabay

Ein Bett mit großer Bedeutung: Das Haus Sankt Martin am Autoberg,eine Einrichtung für wohnungslose Menschen in Trägerschaft des Caritasverbandes für den Bezirk Main-Taunus,macht mit einer mobilen Kunstinstallation im öffentlichen Raum auf die Wohnungsnot aufmerksam.„Aktion Himmelbett“ lautet der Titel des Projektes, das Ron Geillinger, Student der Sozialen Arbeit, in den nächsten Wochen koordinieren wird. Beim Himmelbett handelt es sich um ein Bett, das aus EU-Paletten gefertigt und als Installation im öffentlichen Raum genutzt werden soll. Seit dem 12. Juni wird daran gearbeitet

Der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll das originelle Schlafmöbel offiziell am „Tag der offenen Tür“. Das  traditionelle Haus- und Hoffest findet am 6. September um 14 Uhr statt. „Die Wohnungsfrage ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts.Die Lage auf dem Wohnungsmarkt entwickelt sich in den Metropolenregionen in Deutschland immer dramatischer“, sagt Klaus Störch, Leiter des Hauses Sankt Martin am Autoberg. „Trotz sich zuspitzender Probleme auf den Wohnungsmärkten sind in der Debatte aber keine realistischen Alternativen erkennbar; die Situation erscheint ebenso schlimm wie unveränderbar. Deshalb wollen wir uns mit einer Kunstaktion am Diskurs beteiligen, auf die Wohnungsnot aufmerksam machen und Antworten einfordern“, erklärt Störch weiter.

Prominente Schläfer gesucht - Aufruf zum Mitmachen!

Dass Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit alles andere als romantisch sind, dies wollen die Initiatoren des Kunstprojekts auch mental, psychisch und physisch erfahrbar machen. Deshalb suchen sie Freiwillige aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die bereit sind, eine oder mehrere Nächte unter freiem Sternenhimmel  im Garten der Einrichtung zu übernachten.

Die Aktion knüpft an die Caritas-Kampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ aus dem Jahr 2018 an.  „Ihr Endpunkt ist der Ausgangspunkt unseres Projekts: Mit dieser Aktion wollen wir zeigen, dass es an Wohnungen fehlt und dass wir unbedingt bezahlbaren Wohnraum schaffen müssen. Denn ein Zuhause für jeden darf in einem reichen Land wie Deutschland nicht Privileg sein, sondern Grundrecht“, erklärt Klaus Störch abschließend.