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Werk-statt-Schule: Erfolgreich zum Hauptschulabschluss

Angebot der Schule am Vincenzhaus für Schüler mit Förderbedarf feiert die ersten Absolventen
Werk-statt-Schule: Erfolgreich zum Hauptschulabschluss
Werk-statt-Schule: Erfolgreich zum Hauptschulabschluss
„Werk-statt-Schule“ – erfolgreich zum Hauptschulabschluss (v.l.n.r.): Bettina Kahle, Schulleiterin, Sonja Schoenberner, Abteilungsleiterin, Robert Lohmüller, Hauptschul-Absolvent Werk-statt-Schule, Dorian Mattheis, Klassenlehrer, Christina Junghanns, Schulsozialarbeit und Karl-Heinz Noll, Werkpädagoge © Caritasverband Frankfurt

Die Schule am Vincenzhaus für Kinder mit Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung kann die ersten beiden Absolventen mit Hauptschulabschluss erfolgreich verabschieden. Unter dem Titel „Werk-statt-Schule“ können die Schülerinnen und Schüler seit Sommer 2017 auch den Hauptschulabschluss erlangen und damit zwei Jahre länger als zuvor an der Schule des Caritasverbands Frankfurt lernen. Am Montag, 24. Juni, wurden die ersten Zeugnisse im Rahmen einer offiziellen Abschlussfeier verliehen. Anschließend feierten die Absolventen ihren Erfolg mit Familien, Lehrern und Freunden.

„Mach dich fertig zur Reise. Ich wünsche euch alles Gute auf dem Weg.“ Ein Banner mit diesen Worten aus dem Buch Tobit hing in der Kapelle an der Schule am Vincenzhaus. Schulleiterin Bettina Kahle wünschte den beiden ersten Absolventen der „Werk-statt-Schule“ für ihre Zukunft alles Gute und einen Begleiter im Leben, der sie immer ermutigt an sich selbst zu glauben. „Wir haben dieses neue Angebot zusammen begonnen und ich möchte mich bedanken, dass ihr euch darauf eingelassen habt. Wir sind in dieser Zeit alle miteinander gewachsen. Und wir sind stolz auf euch, dass ihr es geschafft habt,“ so Kahle. Anschließend wurden im feierlichen Rahmen der Abschlussfeier die Zeugnisse zum Hauptschulabschluss an Robert und Tobias überreicht.

Die Schule am Vincenzhaus hatte 2017 ihr Angebot ausgebaut. Unter dem Titel „Werk-statt-Schule“ haben die Schüler seitdem die Möglichkeit, innerhalb von zwei Jahren den Hauptschulabschluss zu erlangen. Bis 2017 wurden sie nach Abschluss der 7. Klasse in eine reguläre Schule vermittelt. Die Vermittlung gestaltete sich in den letzten Jahren aber immer schwieriger. Viele der angefragten Schulen konnten keine zusätzlichen Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf aufnehmen.

Das Angebot richtet sich an Jugendliche mit festgestelltem oder vermuteten Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung, die eine Versetzung in die 8. Jahrgangsstufe haben und den Hauptschulabschluss erreichen wollen, dafür aber die Unterstützung in einem kleinen Klassenverband mit enger Begleitung benötigen. Der Fokus der Schule am Vincenzhaus liegt auf einer Unterstützung im Hinblick auf Lernmotivation, Durchhaltevermögen und Persönlichkeitsentwicklung. Dies bietet die Schule in kleinen Klassen und mit einer intensiven pädagogischen Begleitung.

 

Über die Schule am Vincenzhaus

Die Schule am Vincenzhaus in Hofheim ist eine staatlich anerkannte Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, in Trägerschaft des Caritasverbands Frankfurt e. V.

Ziel der Schule ist die Rückführung der Kinder in eine Regelschule. Die Schule setzt an den Stärken der Schülerinnen und Schüler an und fördert jedes Kind individuell. Etwa 80 Prozent aller Lernenden gelingt die Rückkehr in das öffentliche Schulsystem. Die Klassenstärke liegt bei acht bis zwölf Schülerinnen und Schülern, die größtenteils in Doppelbesetzung unterrichtet werden. So erhält jedes Kind die nötige Aufmerksamkeit und kann durch individualisierte Anforderungen zu schulischen Erfolgen motiviert werden.